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Jeder braucht ein Longboard

longboardsSeit über 35 Jahren sind Skateboards in Deutschland beliebte Sportgeräte für Kinder und Jugendliche. Der Trend schwappte vor ca. 40 Jahren aus den USA und anderen Ländern erst nach Deutschland. Für Jungen bedeutete er einen Ersatz für das normale Rollschuhfahren. Inline-Skaters und normale Roller Skates waren damals noch nicht allgemeiner Trend. Viele nutzten ein Skateboards als Fahrradersatz, um damit zu Freunden oder zur Schule zu kommen.

Longboards sind eine weitere Variante. Das heißt, in diesem Artikel geht es nicht um Surfbretter, sondern um Skateboards.

Das Longboard – älter als man denkt

Erstaunlicherweise ist ein Longboard älter als das klassische Skateboard, obwohl die kürzeren Bretter eigentlich eher erhältlich in Sportgeschäften waren, als das längere Board. Das normale Skateboard hat nämlich nur eine Länge von 80 cm bei einer Breite von ca. 20 cm.

Das Longboard schafft es mit großen Längen sogar bis auf 1,90 Meter. Es ist also so lang wie ein Surfbrett zum Wellenreiten. Ansonsten beginnen die Längen bei 90 cm und enden bei 1,50 Meter, die als geläufige Längen gelten.

Die Breite ist fast identisch mit der von Skateboards, aber die Enden sind nicht so gesondert nach oben oder unten geformt. Die Räder von Longboards sind weicher und bestehen aus Polyurethan. Fahrer sollten jedoch beachten, dass ein fast 2 Meter langes Skateboard sich anders fährt als nur 1 Meter lange Longboards.

Die langen Bretter wurden von tatsächlich von Wellenreitern erfunden. Sie nahmen ihr Brett und montierten testweise Räder darunter.

Straßenregeln und Schutzbekleidung

Auch wenn ein Longboard vier Räder hat, ist es kein Fahrzeug. Laut der aktuellen Straßenverkehrsordnung, ist das Gerät mit einem Rollstuhl gleichzusetzen. Das Gesetz ist in Absatz 24 Absatz 1 der STVO zu finden.

Das bedeutet, Straßen und Radwege sind Tabu für Skater. Es gilt tatsächlich der Bürgersteig als einzig erlaubter Weg zur Benutzung. Auf Privatstraßen und privaten Grundstücken gelten andere Regeln und natürlich auf speziellen Spielplätzen.

Wer also damit zur Schule rollt, muß den Gehweg benutzen, darf nicht wie ein Rüpel Fußgänger erschrecken, sondern muß, wie es dem Bürgersteig entspricht, fahren.

Auch wenn man nur auf dem Bürgersteig fahren darf, ist eine gute Schutzkleidung sinnvoll, um sich vor Verletzungen besser beschützen zu können. Dazu zählen gepolsterte Handschuhe, Knieschoner und ein Helm. Wer also vor hat, sich ein Longboard zu kaufen, sollte auf alle Fälle Schutzkleidung kaufen.Zu schnell können Unfälle passieren, bei denen man sich trotzdem Knie und Hände verletzen kann. Dies gilt auch für geübte Skater, die nicht mit einem unvorhersehbaren Ereignis mehr rechnen.

Material und Rollen

Im Unterschied zu modernen Windsurfbrettern, aber in Annäherung an das alte Wellenreiten, sind viele Skating-Longboard tatsächlich aus Holz noch immer gebaut. Sie bestehen entweder aus Espe oder Mahagoni. Meist wird jedoch Bambus verarbeitet. Mit den Faser-Verbund-Kunststoffen GFK oder auch CFK wird das Holz danach bearbeitet, als quasi Außenhaut. Verbundkunststoffe kommen auch beim Surfen zum Einsatz.
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Die Rollen sind also weicher als bei einem normalen Brett. Ähnlich wie in der Formel 1 gibt es sogar Griprollen. Fürs Sliden nimmt man andere. Wer gerne bei Regen oder durch Pfützen fährt, nutzt meist spezielle Rollen, die bei Aquaplaning geeignet.

Die Griprollen sorgen für einen besseren Halt bei Downhill und Carving. Auch zum schnellen Cruisen sind sie geeignet. Dank der Qualität von Stoßdämpfung und einer Breite von ca. 78 mm, bieten sie eine angenehme Fahrt.

Die Fähigkeit zur Stoßdämpfung ist jedoch nicht identisch mit dem Flex des Longboards. Das heißt, auch das Skateboard an sich, ist flexibel. Das hat den Sinn, weil jeder Skater ein anderes Gewicht hat und Bretter ein angenehmen Fahrgefühl geben sollen.

Die Sliderrollen sind härter und kleiner, dafür schneller, bieten weniger Halt, man muß also was können, um damit rasant fahren zu können.

In Spezialshops oder auch online gibt es genügend Fachartikel, damit jeder Skater auch seine richtigen Rollen bekommt. Diese gibt es auch noch in unterschiedlichen Mischungen und Härtegraden.

Dies ist besonders wichtig, weil Downhill durchaus über 100 Stundenkilometer zu erreichen sind. So schnell dürfen Sie auf einer normalen Straße damit nicht fahren, sondern nur im Spezialgelände oder bei Sport Events.
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Freestyles und Jumps sind auch damit möglich, aber dann wählt man eher kürzere Versionen aus.

Preise

Wie allgemein üblich, gibt es günstige oder auch teure Varianten oder auch Custom Made Longboards. Dabei handelt es sich also im individuelle Einzelanfertigungen.

Streetcruiser haben oft eine Länge von 107 cm mit einer Breite von 24 cm und sind mit coolen Designs ab ca. 59 Euro erhältlich. Handgelenkschoner sind sogar für unter 4 Euro im Sonderangebot zu haben.